Die erste Woche ist jetzt mittlerweile schon wieder rum. Höchste Zeit, um einen neuen Post zu verfassen.
Der aufmerksame Besucher wird bemerkt haben, dass es jetzt endlich Bilder gibt.Grund ist nicht ein tolles InternetCafe (von denen hier es eh so gut wie gar keine gibt), das ausnahmsweise einen USB-Anschluss anbietet, sondern mein Laptop. Ich hatte die Strapazen endgültig satt, deswegen hab ich dann mein Konto leider etwas plündern müssen... Das heisst, es wird öfter Updates geben!
Aber jetzt zu meiner ersten Woche. Am Montag morgen um 6:20 hiess es aufstehen, schnell duschen frühstücken dann ab zum Bus. Pech, dass am ersten Arbeitstag meine Fahrgelegenheit ausgerechnet einen Französisch-Test haben musste... Egal. Das Firmengelände ist ziemlich gross, verteilt auf ca. 5-6 "Flächen". Ich bin natürlich im technischen Bereich untergekommen, nein kein Seegerer Vol. 2, d.h. in der Fertigungshalle, sondern im Büro mit eigenem Schreibtisch und PC (glücklicherweise natürlich ohne Internetanschluss). Die ersten Tage musste ich mich dann natürlich erst einmal in die Materie, sprich Propangasbehälter von ca. 4.000-250.000 Litern Volumen, einarbeiten. So langsam wird die Arbeit aber auf jeden Fall interessanter und hilfreicher für meinen zukünftigen Job.
Meine Arbeitskollegen sind eigentlich durch die Bank (soweit ich sie kennengelernt hab) nett und geben sich die grösste Mühe, mich einzugliedern, zu unterhalten etc. Ganz anders als in Deutschland wird man hier sozusagen mit Fragen etc. belagert und man kommt sich definitiv nie hilflos und einsam vor! :-) Zwar ist es mit der Sprache nicht ganz so einfach, da der ein oder andere schon einen heftigen Dialekt hat, bzw. nuschelt oder was auch immer. Nachdem man aber ca. 2-3 mal nachfragt und sie daran erinnert, dass sie langsamer reden sollen, wissen die meisten es aber.
Trotz allem gibt es natürlich nach wie vor "Problemfälle" wie mein Mitbewohner, 30 Jahre, aus Cadiz. Das liegt im Süden Spaniens und dementsprechend versteht man die Leute kaum bis gar nicht. Das hätte ich echt nicht erwartet, vor allem da wir in Malaga 2004 oder wann das war, überhaupt keine Probleme hatten... Mit viel Mühe kommen wir aber trotzdem auf einen gemeinsamen Nenner.
Gearbeitet wird hier erstaunlicherweise mehr als erwartet, von der Stundenzahl zumindest ;-). Mo-Do 7:45 - 10:00 Pause 10:15-13:45 Pause 14:45-17:30 und Freitag 7:45-10:00 Pause 10:15-14:45 Ende. Wobei am Nachmittag und wenn die Chefs mal gerade nicht da sind (was auch nicht so selten vorkommt) die Arbeitsmoral sowie das Tempo deutlich gedrosselt wird.
Wie es nicht anders zu erwarten war, sorgte die gestrige Basketball (ja, zur zeit ist in Spanien EM oder WM oder sowas) Niederlage von GER vs. ESP für das ein oder andere hämische Kommentar... Naja, Basketball ist 1. eh scheisse und 2. würden wir im Fussball gewinnen!
Am Samstag Abend zeigt mir ein französischer Mitarbeiter von ca. 25 Jahren die Stadt und ihre Bars etc. Mal schauen was da so los ist. Bisher hab ich von der Stadt eher wenig gesehen. Naja, im Zentrum war ich schon. Was Zaragoza durchaus interessant macht, ist dass sowohl die Römer, als auch die Araber hier waren und dementsprechend ihre Kulturen verewigt haben. Auch wenns vielleicht etwas dumm klingt, aber ich werde wahrscheinlich eine Fahrt auf dem Touri-Bus machen, um das einfach etwas besser zu wissen... In diesem Sinne, heute kulturelle Bilder.
Bis demnächst.
Grüsse
6 Kommentare:
vergess aber nicht ne Brille aufzuziehen und dir nen Seitenscheitel zu machen bevor du so tust als ob dich Kultur interessiert!
Hau rein,
der Meister
Hallo,
um auf Kultur zu machen, muss man keinen Seitenscheitel haben! Ich habe auch keinen und habe die letzten Tage einen auf Kulur gemacht (zumindest teilweise).
Konsi Gonzales hat natürlich Glück gehabt, dass er einen Schreibtisch und keine Werkbank oder Halle im Stil von Seegerer bekommen hat.
Ich war jetzt 3 Tage im Öschten und habe mir in Riesa (westlich von Dresden) ein Heizkörperwerk (im Stil von Seegerer Vol 3 bis oo) angeschaut:
Also lieber kleine Kommunikationsprobleme mit den Kollegen haben, als Seegerer-Probleme bei der Arbeit haben.
Unabhängig davon finde ich, dass für die arbeitende Bevölkerung Aufstehen um 6:20 Uhr sowieso sehr sozial ist und eine Stunde Mittagspause? Davon träume ich nur...
Wer spricht von Basketball? Nach dem heutigen Bundesligaspiel hoffen wir dann, dass der FCB (wenigstens) im UEFA-Cup gegen Zarogoza gewinnt...
Grüße aus Gilching
hat man in "Riesa (westlich von Dresden)" nicht auch kleine Kommunikationsprobleme mit den Kollegen?! :D
klingt ja ganz cool so weit, bin auf den bar bericht gespannt
Die Brille war natürlich dabei, die Sonnenbrille halt. Ich will ja nichts sagen, aber hier ist noch Sommer mit 32°. Mir kommt so vor, als würdet ihr das vergessen ;-) Meine Digicam hatte ich natürlich auch am Gürtel hängen, direkt neben meiner Handytasche. Die Sandalen mit Socken sind sowieso Pflicht!
Ich glaube in Riesa in einer Fabrik wird man vielleicht sogar größere Kommunikationsprobleme haben.
Nach dem gestrigen Spieltag ist das natürlich eine berechtigte Frage, aber zur Beruhigung: Zaragoza hat auch nur 1-1 in Bilbao gespielt.
Der Barbericht von gestern Abend folgt im Laufe des Tages.
Grüße
Das Heizkörperwerk in Riesa liegt westlich von Dresden, an der Elbe. In dem Werk arbeiten 260 Mitarbeiter und dort gibt es keine Kommunikationsprobleme, denn die Menschen in den Werkhallen tragen alle Ohrstöpsel wegen dem Maschinenlärm und unterhalten sich nicht.
Also hatten wir keine Kommunikationsprobleme :-)...
Aber in Dresden war es umso schlimmer. Doch nach dem ersten Bier war es leichter: man musste nur das leere Glas hochheben, dann kam ein Neues.
Bei der Stadtführung hatten sich die Dresdner schon bemüht, deutlich zu sprechen, so dass wir Alles verstanden haben.
Gruß aus Dresd... nein, aus Gilching!
Huhu Konsi, wie ich lese geht es dir gut! das freut mich!:)
Wie du und touri-bus? gibts ja nich.. tsts und mich schimpfen..
bis bald! lg
Kommentar veröffentlichen