Donnerstag, 29. November 2007

Warum sind in Spanien eigentlich alle Dönerbudenbesitzer Inder?

So guten Abend zusammen,

Die Woche ist schon wieder fast rum, Donnerstag Abend ist doch eh einer der besten Momente der Woche. Das Wochenende schön vor sich und der Montag in weiter Ferne :)

Die Champeons-League-Woche neigt sich auch dem Ende zu, alles in allem kann man aus deutscher Sicht sehr zufrieden sein, 7 Punkte, Real Madrid geschlagen und heute mit einem ganz einem guten Gefühl in die Arbeit gegangen, so macht das ganze Spaß! Ich war zwar selbstverständlich der Einzige, der sich gestern Abend in der Kneipe gefreut hat, aber das war mir egal, weil man muss ja schon sagen, die Spanier halten ganz schön viel auf ihren tollen Fußball und auf ihre beste Liga der Welt (meine Meinung: siehe unten)... Ich vertröste sie immer auf die EM2008, da werden wir ja sehen.

Es gibt auch noch nen Anspieltipp:



Ach ja, und das Bild zeigt unsere Fußballkneipe


Sonntag, 25. November 2007

Vom Mann mit den tollen Schuhen

So servus miteinander

Da das letzte Wochenende ja bekanntlich etwas aufregender und außergewöhnlicher war, hab ich mir mitte der Woche schon vorgenommen, dieses Wochenende eher gemütlicher, ohne Trip und Reisen anzugehen.

Die Woche war wieder ganz gut, nicht zuletzt, da England leider nicht bei der EM 2008 teilnehmen wird. Davon abgesehen war die Woche auch ganz erfolgreich, Arbeit gut vergangen und hat auch Spaß gemacht. Am Freitag Nachmittag nach den Hausarbeiten sind wir dann noch zum Bowlen gegangen. Ja, ihr habt richtig gelesen. Ich habe mein Debut auf dem Bowling-Court oder wie man das nennt gegeben. Nach anfänglichem Zögern hab ich dann doch schnell zugesagt und mir die Ehre gegeben, bei der inoffiziellen Bowling-EM in der Gruppe mit Frankreich und Spanien teilzunehmen. Das ganze war dann auch ziemlich spassig und jetzt versteh ich es auch, warum der ein oder andere von euch auch gerne mal zum Hollywood-Bowling geht. Ich dachte immer, das wäre ne lahme Abendveranstaltung, aber das kann echt witzig sein. Wieder dazugelernt. Nunja und worauf ihr sicher brennend wartet ist das Ergebnis, hier ist es:



Nicht auszumahlen, wie groß die Blamage für ganz Frankreich und Spanien gewesen wäre, wenn ich nicht (selbstverständlich absichtlich) zwei Nullrunden eingelegt hätte. Oh man. Aber ich hatte dann natürlich Mitleid mit denen. ;) Ich bin also der großen Verantwortung gerecht geworden hoffe ich.

Anschließend waren wir dann noch ein Bierchen trinken in einer Bar. Diese Bar hat mir sowieso insgesamt auch sehr gut gefallen, im Fernsehen kam EUROSport (Ach wie ich es vermisse) mit den EM-Quali-Spielen, dazu gab es ein kühles Franziskaner-Weißbier :D. Es ist einfach unbeschreiblich!

Am Samstag dann erstmal langsam in den Tag gestartet und dann gegen 15.00 Richtung Grancasa gefahren. Da kann man seinen Nachmittag ganz gut rumbringen mit Shoppen, Subway-Sandwiches essen und die 0,4 Liter "7up", die es im Menü dazu gab, im ganzen Lokal zu verteilen. Ich hoffe, dass die Angestellte nicht stinksauer auf mich ist und sofort beim Chef gepätzt hat, ich will in dem wichtigsten Fast-Food-Restaurant in ganz Zaragoza kein Hausverbot bekommen...

Am Abend haben wir uns dann um 20.00 in der Stammkneipe zum Fußball schauen getroffen, Barca - Recreativo (3-0), und um die ersten Bierchen zu trinken. Danach kam das Highlight: Original französische Super-Crepes, die der Franzose nach dem original Rezept seiner Großmutter für uns zubereitet hat. Geschmeckt haben sie wunderbar. Nach dem Essen gab es auch noch einen nicht so guten Cognac, mit so Zeug kannst mich jagen. Anschließend sind wir dann noch etwas versumpft beim vorlöten und als die dann um halb 4 Richtung Altstadt aufbrechen wollten, hab ich mich dann nach Hause abgeseilt, wegen einer Stunde (um 5 ist in der Altstadt Schluss) wollte ich den Heimweg von ca. 30 Minuten zu Fuß nicht unbedingt auf mich nehmen. Selbst der partysüchtigste Jugendliche hätte da vermutlich ähnlich gedacht.

Heute war dann nicht viel los, kurz draussen unterwegs gewesen, zur Information, hier scheint noch die Sonne, es hat aber kaum mehr als 12-15 Grad minus Wind. Beschweren muss ich mich da natürlich nicht so sehr, aber vielleicht seht ihr, dass es trotz Sonne auch in Spanien kalt sein kann. Was etwas ungewohnt ist, dass man jetzt Weihnachtsbeleuchtung und Christbäume in den Schaufenstern sieht, und einem die Sonne ins Gesicht scheint... Schnee gibts auch net, dann muss ich mich halt mit Glühwein (muss mal schauen obs den hier gibt) in Weihnachtsstimmung versetzen ;)

Das wars dann auch soweit, euch allen noch ne schöne Woche

Bis denn

Donnerstag, 22. November 2007

Anspieltipp #2

Abend zusammen
Es ist so weit, #2 der neuen und ultimativen Kategorie steht in den Startlöchern.
Aus gegebenem Anlass:
http://www.youtube.com/watch?v=sFeG9GtAoV8&watch_response

Ich hätte auch eine Idee, was ganz England nächstes Jahr im Sommer machen kann:
http://www.youtube.com/watch?v=UHl_6ehs5PY&feature=related

:D

Montag, 19. November 2007

Ab zur Konkurrenz

Sicher fragt sich der ein oder andere, warum zur gewohnten Zeit am Sonntag Abend kein neuer Blogeintrag geschrieben wurde. Ich verstehe natürlich, dass ihr brennend auf neue Information wartet und deswegen ist es heute soweit. Warum ich gestern nicht mehr dazu kam, könnt ihr in den folgenden Zeilen lesen, wenn ihr denn wollt.

Nachdem am letzten Wochenende eine Pyrenäentour auf dem Tagesplan stand, wurde während der Woche schon wieder eifrig diskutiert und überlegt, wohin bzw. was wir an diesem Wochenende machen könnten. Für dieses Wochenende war ein Trip nach Madrid zusammen mit dem Franzosen geplant. Nun gut, zwar reichlich spät (am Freitag Nachmittag) haben wir uns dann endgültig dazu entschlossen, am Samstag Vormittag nach Madrid aufzubrechen. Da der Franzose bevor er nach Zaragoza kam, für ein halbes Jahr in Madrid gewohnt und gearbeitet hat, hatte ich einen Fremdenführer und Tour-planer. Das äusserte sich in der Hotel- bzw. Pensionsuche sowie beim Busticketkauf. Am Samstag um 10:45 sind wir dann mit dem Bus nach Madrid losgefahren. Die Busfahrt dauert ca. 3,5 Stunden, ist eben so wie man eine längere Busfahrt kennt. Es geht schon, gibt aber auch besseres. Nicht ganz uninteressant ist es natürlich, die Landschaft zu sehen und dazu Musik zu hören, zu ratschen oder einen ca. 40 Jahre alten Film auf einem viel zu kleinen Monitor zu schauen.

Um 14.30 sind wir dann in Madrid angekommen, wo unser erster Weg zur Pension unserer Wahl war, damit wir unsere Rucksäcke loswerden konnten. Die Pension war für den Preis absolut gut, das Doppelzimmer (um wilde Spekulationen zu verhindern: mit getrennten Betten) für 40,- die Nacht, dazu halbwegs zentral gelegen, mit Fernseher und ziemlich sauber. Da kannst nix sagn! Um habl 4 (nach kurzem Subwayimbiss) ging es dann mit der Tour durch Madrids Innenstadt los. Mit der Metro sind wir zuerst an den Palacio Real gefahren, der schlaue Leser kann sich vielleicht denken, dass es sich hier um den Palast der Königsfamilie handelt. Zwar lebt Juan Carlos (der aktuelle König) nicht mehr darin, imposant ist das Gebäude aber allemal. Direkt nebenan ist auf der einen Seite ein kleiner Park, auf der anderen Seite eine Kirche, in der die Königsfamilienmitglieder heiraten. Gegenüber liegt dann noch die Oper, also recht viel los in dem Eck. Von dort aus ging es dann weiter Richtung Plaza del Sol, das Zentrum Madrids und wie die Einwohner Madrids behaupten, Zentrum Spaniens und der Welt. Naja, wenn sie meinen. Auf dem Platz ist natürlich dementsprechend was los, Treffpunkt für Abendgestaltung, Shoppingtouren und vieles mehr. Vorbei an großen und alten Gebäuden, die abwechselnd von den (in Spanien sehr mächtigen) Banken und Ministerien der verschiedensten Art besetzt sind, ging es dann zu dem Platz, wo Real Madrid immer ihre Meistertitel feiern und von dem mehrere wichtige Straßen ausgehen. Anschließend haben wir uns dann mit einem ehemaligen Arbeitskollegen vom Franzosen getroffen und mit ihm die ersten Bierchen Madrids getrunken und zu Abend gegessen. Wie es der Zufall will, hat rein zufällig natürlich an diesem Samstag Abend die spanische Nationalmannschaft ihr Länderspiel gegen Schweden im Bernabeu Stadion von Madrid bestritten. Ich glaube, ich brauche nicht weiter erklären, warum, wann, wieso und weshalb wir sofort nach Ankunft in Madrid zum Stadion gefahren sind, um 2 Karten zu kaufen. Jau, und somit war ich im Bernabeu-Stadion beim 3-0 von Spanien ggn Schweden. Über die Bedeutsamkeit dieses Besuches muss ich wohl keine Worte mehr verlieren. Die Bilder sprechen für sich (auch wenn ein paar der 100000 Plätze nicht besetzt waren...).
Nach der Partie waren wir dann noch kurz unterwegs in der Altstadt auf 2 Bierchen in einem Irish Pub, von dem es eigentlich nicht wenige gibt in Spanien! Nach dem ganzen Tag waren wir natürlich entsprechend kaputt, als wir dann um 3 in unsere Betten sind.

Am nächsten Tag waren wir dann erstmal frühstücken, anschließend sind wir in den Stadtteil beim Zentrum gegangen, wo Sonntags ein Markt mit dem üblichen Tollwood-Kram aber auch nützlicheren Sachen wie Kleidung stattfindet. Nach kurzem Bummeln sind wir dann weiter zum Plaza Mayor, wo am Vortag noch lauter Schweden gefeiert haben. Hier war am Sonntag ein Markt mit Sammlerzeug, also Briefmarken, Münzen und so, außerdem wird da gerade ein Christkindlmarkt augebaut. Um noch mehr zu sehen sind wir dann zum Parque Retiro gegangen, haufenweise Menschen, die versuchen, der Stadtluft wenigstens am Sonntag zu entkommen. Dort haben wir uns dann noch mit einem anderen Bekannten getroffen, mit dem wir dann noch weiter durch die Stadt sind, am Prado-Museum vorbei und am Hauptbahnhof Atocha, an dem vor 3 (?) Jahren das Attentat in Madrid war. Kurz bevor unser Bus um 17.00 wieder Richtung Zaragoza gefahren ist, haben wir dann noch beim Plaza de Toros vorbeigeschaut. Leider war direkt davor ein (dummer) Zirkus, weshalb es keine gescheiten Bilder davon gibt... :( Hier bin ich dann wieder um halb 10 gewesen.
Insgesamt muss man sagen, war das eines der bisher besten Wochenenden in Spanien. Zwar war die ganze Angelegenheit natürlich etwas stressig und ein Tag mehr hätte bestimmt auch nicht geschadet, aber ich glaube, ich habe recht viel gesehen, der Franzose meint, das war das wichtigste. Höhepunkt war natürlich ganz klar die Partie im Bernabeu Stadion, aber auch die Stadt insgesamt ist wirklich schön und interessant. Ich finde zwar Barcelona etwas sehenswerter, was aber wahrscheinlich auch an der kurzen Zeit, die ich in Madrid verbracht habe, liegt. Man hat auch automatisch wieder das Gefühl, im Urlaub zu sein, lauter Ausländer (Deutsche, Franzosen, Engländer, Schweden...) um sich herum und so viele Sachen zu sehen. Ich kann nur jedem empfehlen, sich mal Madrid anzuschauen. Irgendwann erde ich sicher auch nochmal hinfahren.

Das wars, schönen Abend noch. Jetzt kommen endlich die Bilder: Bild 1: Palacio Real, Bild 2: ein Platz, Bild 3: vor der Partie, Bild 4: vor den Hymnen und Bild 5: Parque Retiro



P.S. Ach ja, nebenbei ist mir heute aufgefallen, dass ich schon seit 10 Wochen hier bin, das heisst, die Hälfte des Praktikums ist schon wieder rum...

Mittwoch, 14. November 2007

Anspieltipp #1

Aufgrund der langsam einschläfernden Stimmung hier im Blog, wird es Zeit, eine neue grandiose Kategorie einzuführen: The ultimate Anspieltipps of the Year.

Das ganze muss natürlich gebührend gefeiert werden, warum es gleich zu Beginn einen Kracher gibt. Wirklich viel hat das zwar nicht mit meinem Spanienaufenthalt zu tun, aber ich will diese Basis hier nutzen, um die Welt mit diesem Video zu bereichern! Ich hoffe mal, dass das nicht schon voll ausgelutscht ist, wenn ja, tut es mir leid, ich war schon lange nicht mehr in Deutschland.

Schönen Feierabend noch!

Sonntag, 11. November 2007

...mal raus aus der Stadt...

Einen schönen Nachmittag zusammen.

Eines vorweg, bevor ich anfange mit meinem neuen und brandaktuellen Blogeintrag, muss ich jetzt doch mal nachfragen, was bei euch dieses Wochenende los war? Gestern Abend bin ich von der Mitbewohnerin des Franzosen gefragt worden, ob ich die Nachrichten über Deutschland, beziehungsweise Bayern gesehen hätte. Leider habe ich das nicht, WENN hier mal was über andere Länder gebracht wird, seh's ich wieder net... Naja gut, auf jeden Fall meinte sie, dass es ziemlich heftig geschneit hat?! Ich hoffe mal, das Chaos, das jedes Jahr beim ersten Schneefall stattfindet, ist ausgeblieben und ihr konntet gemütlich den ersten Glühwein trinken.

Nachdem ich mich ja schon unter der Woche gemeldet habe und meine Probleme mit der Zeit geschildert habe, bleibt jetzt eigentlich auch nur noch das Wochenende übrig, über das ich aber doch noch etwas ausführlicher berichten will. Schon seit mehreren Wochen hab ich darüber nachgedacht, mal über ein Wochenende oder an einem Samstag oder wie auch immer raus aus der Stadt zu kommen, um etwas mehr vom Land Spanien zu sehen, als meine Wohnung, die Arbeit und Zaragoza, das ich jetzt so ziemlich ausgeschöpft habe. Während der Woche hab ich dann mal nachgeschaut bezüglich Busverbindungen Richtung Pyrinäen. Am Freitag Morgen stand dann der Beschluss fest, am Samstag früh aufzustehen und mit dem Bus nach Jaca oder Biescas zu fahren, zwei kleinere Städte im Norden Spaniens und damit in den Pyrinäen, sozusagen die letzte Hochburg vor Frankreich ;)
Es sollte dann etwas anders kommen. Am Freitag Abend kam dann mein Mitbewohner in mein Zimmer, der ausnahmsweise mal (ich glaube zum zweiten mal überhaupt) übers Wochenende in Zaragoza geblieben ist. Dem habe ich dann mein Vorhaben erzählt, anschließend hat er mich gefragt, warum wir nicht zusammen mit seinem Auto das machen wollen. Da das mit Auto natürlich praktischer ist und man nach belieben anhalten, losfahren und Pause machen kann, hab ich dann selbstverständlich zugesagt. Zu zweit ist es dann natürlich auch unterhaltsamer, auch wenn ich bisher noch nicht so wahnsinnig viel mit ihm anfangen konnte. Wir sind dann gegen halb 10 losgefahren, als erstes Richtung Pamplona, später weiter nach Norden. Bei einem wirklich schönen Ort namens "Sos del Rey Catolico", wo unter anderem das Geburtshaus Fernandos ist (wer mit dem Namen nichts anfangen kann und geschichtlich eher schwach ist: Fernando el Catolico und Isabel la Catolica haben im 15. Jahrhundert von Nordspanien aus, das Land von den arabischen Besatzern befreit). Das Dorf ist natürlich entsprechend hergerichtet, im Gegensatz zu anderen Dörfern, die wir gesehen haben... Weiter ging es dann nach "Roncal", gelegen in einem Tal Richtung Frankreich. Von dem ruhigen, verschlafenen Nest dort ging es dann zum krassen Gegenteil, "Jaca" die Stadt für die (reichen) spanischen Skifahrer (ja, in Spanien geht das auch!). Da es dann auch schon 16.00 Uhr war, sind wir dann über "Huesca", die nächste Stadt nördlich von Zaragoza zurückgefahren. Insgesamt war das ne Tour von 400 km durch Nordspaniens wirklich beeindruckende Landschaft. Hier angekommen sind wir dann um 18.00. Man muss sagen, dass man teilweise nicht glauben konnte, was man da gesehen hat. Dörfer, völlig "abgeschnitten" von der Zivilisation, Häuser, die besser als Ruinen bezeichnet werden könnten und bis 900 Jahre in die Vergangenheit reichende Kirchen, Burgen oder sonst was. Auch von der Natur her: wir sind an einem See vorbeigekommen, der auf http://maps.google.de/ wirklich nicht gerade klein aussieht (Embalse de Yesa) der nahezu augetrocknet da lag, da es hier seit Monaten nicht regnet, entsprechend ist natürlich alles trocken und braun, besonders trifft das natürlich die Landwirte hier. Trotz gemütlicher Autofahrt war ich dann am Abend natürlich doch müde, warum ich dann nur noch Fußball (Getafe 2 - Barca 0) und anschließend einen total kranken Film (Little Nicky) angeschaut habe.

Das Wochenende unterscheidet sich natürlich schon von den restlichen, aber das ist auch gut so. Da ich nicht mehr weiss, was ich noch schreiben soll, gibts einfach mehr Bilder als sonst. (die ersten zwei in Sos del Rey Catolico, 3 und 5 unterwegs, 4 in Jaca)

Mittwoch, 7. November 2007

Unkraut vergeht nicht...

Hallo!

Wenn ihr schon dachtet, es gibt keine Updates unter der Woche mehr, habt ihr euch getäuscht! Auch wenn ich natürlich nicht viel Neues zu erzählen habe, da man neben der Arbeit eben nicht allzu viel Zeit hat, etwas zu erleben, schreib ich heute mal wieder was. Mit meiner Gesundheit geht es langsam wieder aufwärts, Stück für Stück geht's mir wieder besser. Ich bin zwar noch etwas von meiner Idealform entfernt, aber bis Ende der Woche wird das hoffentlich auch wieder.

Grund für den Blogeintrag ist vor allem ein Anderer: Im Normalfall kennen die Deutschen Spanien (wenn sie überhaupt wissen, wo es ist und dass es dieses Land gibt, zu dem auch Mallorca gehört!!!) ja als sonniges, helles, freundliches und warmes Urlaubsland. Wenn man dann mal längere Zeit hier ist, und vielleicht über den Herbst oder Winter auch noch hier ist, macht man eine seltsame Entdeckung. Auch in Spanien wird es Winter. Zwar denk ich da (bisher) nicht ans Wetter, da es tagsüber schon noch knappe 20° Grad hat (Windstille vorausgesetzt) und nur Nachts sehr kalt wird, sondern insbesondere an den Tag-/Nacht-Zyklus. Zwar wird euch das jetzt nicht vom Hocker hauen, aber hier ist es jetzt um halb 7, wenn ich von der Arbeit heim komme, dunkel und Nacht. Das ist ja an sich nichts besonderes, nur wenn man jetzt weiss, dass man sich in Spanien aufhält, wo es normalerweise erst ab 22.00 Uhr dunkel wird, denkt man immer, es wäre schon so spät. Das ganze verursacht ein leicht verplantes und schwierig einzuschätzendes Zeitgefühl. Man kommt heim und denkt, au weia, jetzt muss ich mich aber schicken, ich muss ja noch einkaufen und kochen und will nicht zu spät ins Bett. Ich denke, dass ich mich da schon dran gewöhnen werde, aber etwas komisch ist die Sache trotzdem. Ich weiss nicht, ob ihr das nachvollziehen könnt, aber erzählen kann man's ja mal ;)

Im Übrigen geh ich heute Abend noch in eine Kneipe Champions-League anschauen, ich vermute, dass Barca- Glasgow übertragen wird. Nach dem legendären Liverpool Sieg von gestern Abend (leider wurde das laaaangweilige 0-0 von Real Madird im FreeTV übertragen) hoffe ich, dass Barca den Rekord toppen will......

In diesem Sinne einen schönen Abend noch und lasst euch von den Viren nicht unterkriegen!

Sonntag, 4. November 2007

Allerheiligen in Spanien

Buenas tardes.

Wie ihr am Titel vermuten könnt, auch in Spanien gibt es den Feiertag Allerheiligen. Die Namensgeber haben sich dieses mal nicht allzu weit aus dem Fenster gelehnt und sind doch relativ nahe an dem deutschen Wort geblieben: "Todos Santos" ist dabei herausgekommen. Im Klartext hiess das für mich, wie schon Mitte Oktober 4 Tage Wochenende, da ich das Glück habe, im arbeitnehmerfreundlichsten Jahr seit langem nach Spanien zu kommen, was die Brückentage und Feiertage betrifft. Das nächste verlängerte Wochenende Anfang Dezember ist auch schon wieder in greifbarer Nähe. ;)

Die 3 Arbeitstage waren natürlich dementsprechend zügig vorbei, auch wenn normalerweise bekanntlich die Tage oder Stunden kurz vorm Wochenende oder Urlaub am langsamsten vergehen. Ab Mittwoch war ich dann hier alleine in der Bude, beide Mitbewohner sind nach Hause zu ihren Familien und Freunden. Mir konnte es (zu diesem Zeitpunkt) noch recht sein, da hat man etwas mehr Ruhe und kann sich besser vom harten Arbeitsalltag erholen... Nach dem gemütlichen Tapas-Essen am Mittwoch Abend mit dem Franzosen und Co zu absolut deutsch-feindlichen Zeiten um 23:45, waren wir dann auf einer Halloween Party in einer etwas größeren Bar zum ersten mal in meiner Straße. Auch in Spanien merkt man, wie die amerikanische "Kultur" über den Atlantik schwappt, davon kann man halten, was man will. Im Gegensatz zum deutschen Halloween-Kult, ist es hier trotz allem noch deutlich ruhiger und weniger übertrieben. Halloween beschränkt sich hier auf ca. 30% der Gäste, die verkleidet auf der Party ihrer Wahl erscheinen und auf die Dekoration der Bars und Diskotheken. Anschließend waren wir dann noch in der Altstadt in 2 verschiedenen Bars, alles in allem wars ganz nett, es gab aber auch schon bessere Abende hier.

Der Feiertag, sowie meine Ins-Bett-Geh-Zeit konnten dann allerdings am Donnerstag morgen um 9.30 meine Vermieterin samt Vater nicht davon abhalten, wie irre auf sämtlichen Rohren, Heizkörpern und Wänden dieser sehr hellhörigen Wohnung rumzutrommeln. Völlig entsetzt bin ich natürlich mit viel zu wenig Schlaf aufgewacht. Das ganze wurde dann als "Proben machen" tituliert. Der Grund ist nämlich, dass eine Wand in der Wohnung unter uns feucht ist, sprich irgendein Rohr in dieser Wohnung leckt. Was für Proben man durch rumklopfen, geschweige denn wie man durch Lärmbelästigung herausfinden will, welches der Rohre denn das defekte ist, versteh ich bis heute nicht... Proben hin oder her, am Freitag wurde das dann noch den ganzen Tag repariert, ich bin in die Innenstadt geflüchtet. Wer jetzt denkt, dass dieser Wohnung eine Generalsanierung nicht schaden würde, der hat natürlich vollkommen recht...

Ab Freitag Abend ging's mir dann gesundheitlich nicht so gut, entweder was falsches gegessen oder die spanischen Viren sind einfach nichts für ein normalerweise gutes deutsches Abwehrsystem. Auch ohne Krankheit wären weitere Partyerlebnisse schwierig gewesen, da der Franzose Besuch von seinem Vater hatte. Trotz "Heute im Stadion" am Samstag Nachmittag und den ständigen Wasch-, Putz- und Einkaufsaufgaben, die man unter der Woche nicht machen kann/will, war das Rumkränkeln und das alleine zuhause Rumhocken jetzt aber gegen Ende der 4 Tage doch etwas langweilig und so finde ich es nicht so schlimm, dass morgen die Arbeit wieder los geht und ich was zu tun habe.

Schauen wir, was die nächste Woche bringt.