Sonntag, 4. November 2007

Allerheiligen in Spanien

Buenas tardes.

Wie ihr am Titel vermuten könnt, auch in Spanien gibt es den Feiertag Allerheiligen. Die Namensgeber haben sich dieses mal nicht allzu weit aus dem Fenster gelehnt und sind doch relativ nahe an dem deutschen Wort geblieben: "Todos Santos" ist dabei herausgekommen. Im Klartext hiess das für mich, wie schon Mitte Oktober 4 Tage Wochenende, da ich das Glück habe, im arbeitnehmerfreundlichsten Jahr seit langem nach Spanien zu kommen, was die Brückentage und Feiertage betrifft. Das nächste verlängerte Wochenende Anfang Dezember ist auch schon wieder in greifbarer Nähe. ;)

Die 3 Arbeitstage waren natürlich dementsprechend zügig vorbei, auch wenn normalerweise bekanntlich die Tage oder Stunden kurz vorm Wochenende oder Urlaub am langsamsten vergehen. Ab Mittwoch war ich dann hier alleine in der Bude, beide Mitbewohner sind nach Hause zu ihren Familien und Freunden. Mir konnte es (zu diesem Zeitpunkt) noch recht sein, da hat man etwas mehr Ruhe und kann sich besser vom harten Arbeitsalltag erholen... Nach dem gemütlichen Tapas-Essen am Mittwoch Abend mit dem Franzosen und Co zu absolut deutsch-feindlichen Zeiten um 23:45, waren wir dann auf einer Halloween Party in einer etwas größeren Bar zum ersten mal in meiner Straße. Auch in Spanien merkt man, wie die amerikanische "Kultur" über den Atlantik schwappt, davon kann man halten, was man will. Im Gegensatz zum deutschen Halloween-Kult, ist es hier trotz allem noch deutlich ruhiger und weniger übertrieben. Halloween beschränkt sich hier auf ca. 30% der Gäste, die verkleidet auf der Party ihrer Wahl erscheinen und auf die Dekoration der Bars und Diskotheken. Anschließend waren wir dann noch in der Altstadt in 2 verschiedenen Bars, alles in allem wars ganz nett, es gab aber auch schon bessere Abende hier.

Der Feiertag, sowie meine Ins-Bett-Geh-Zeit konnten dann allerdings am Donnerstag morgen um 9.30 meine Vermieterin samt Vater nicht davon abhalten, wie irre auf sämtlichen Rohren, Heizkörpern und Wänden dieser sehr hellhörigen Wohnung rumzutrommeln. Völlig entsetzt bin ich natürlich mit viel zu wenig Schlaf aufgewacht. Das ganze wurde dann als "Proben machen" tituliert. Der Grund ist nämlich, dass eine Wand in der Wohnung unter uns feucht ist, sprich irgendein Rohr in dieser Wohnung leckt. Was für Proben man durch rumklopfen, geschweige denn wie man durch Lärmbelästigung herausfinden will, welches der Rohre denn das defekte ist, versteh ich bis heute nicht... Proben hin oder her, am Freitag wurde das dann noch den ganzen Tag repariert, ich bin in die Innenstadt geflüchtet. Wer jetzt denkt, dass dieser Wohnung eine Generalsanierung nicht schaden würde, der hat natürlich vollkommen recht...

Ab Freitag Abend ging's mir dann gesundheitlich nicht so gut, entweder was falsches gegessen oder die spanischen Viren sind einfach nichts für ein normalerweise gutes deutsches Abwehrsystem. Auch ohne Krankheit wären weitere Partyerlebnisse schwierig gewesen, da der Franzose Besuch von seinem Vater hatte. Trotz "Heute im Stadion" am Samstag Nachmittag und den ständigen Wasch-, Putz- und Einkaufsaufgaben, die man unter der Woche nicht machen kann/will, war das Rumkränkeln und das alleine zuhause Rumhocken jetzt aber gegen Ende der 4 Tage doch etwas langweilig und so finde ich es nicht so schlimm, dass morgen die Arbeit wieder los geht und ich was zu tun habe.

Schauen wir, was die nächste Woche bringt.



3 Kommentare:

el andenisto hat gesagt…

Ja aber Hallo?

Wo ist denn die Fangemeinde?

Niemand schreibt einen Kommentar zu Konsi Gonzalez spannenden Berichten! Haben die Fans keine Zeit (wegen Halloween) oder liegen sie mit Fieber im Bett, weil sie sich beim Feiern im Regen nasse Füße geholt haben?

Eigentlich finde ich es ungerecht, wenn Konsi Gonzalez nach Spanien fährt, um zu Arbeiten, und dann stellt sich heraus, dass es ein arbeitnehmerfreundliches Arbeiten mit vielen Brückentagen ist.

Aber Glück gehabt.

Nun, dass mit den "Rohrproben" ist in Spanien vielleicht so. Ich denke, dass sie an den Rohren herumgeklopft haben, um durch die Erschütterungen noch mehr Wasser aus dem Leck herauszubringen und anhand der zusätzlichen Feuchtigkeit den Ort der Leckage feststellen zu können.

Ich hoffe, sie ist nicht in Konsi Gonzalez' Bad.

Dann muss er zum Waschen halt zum Fluss gehen (wie heißt er? Ebro?) und Zähneputzen kann man auch mit Mineralwasser (oder Cerveza).

Dann hoffen wir, dass Konsi Gonzalez bis zum Wochenende wieder fit ist und tolle Partys mit dem Franzosen erleben kann.

Grüße aus München...

Konsi Gonzalez hat gesagt…

Das Frage ich mich auch...
Vielleicht muss ich mir mal wieder eine Quizfrage einfallen lassen, um diese träge Stimmung hier wieder aufzulockern.

Ich vermute eher, dass sie versucht haben, das Rohr in so starke Schwingungen zu versetzten, dass aufgrund der Massenträgheit sich der Rohrdurchmesser vergrößert und sie so das Leck mit bloßem Auge erkennen können. Genug getrommelt haben sie zumindest...

el andenisto hat gesagt…

Hallo,

die Vergrößerung eines Risses in einer Rohrleitung führt - sollte das Rohr unter Druck stehen - unweigerlich zu einem erhöhten Ausfluss.

Aber kann Trommeln nicht auch die Stimmung heben (ich denke da an ein Schlagzeug oder so)?

Grüße