Sonntag, 11. November 2007

...mal raus aus der Stadt...

Einen schönen Nachmittag zusammen.

Eines vorweg, bevor ich anfange mit meinem neuen und brandaktuellen Blogeintrag, muss ich jetzt doch mal nachfragen, was bei euch dieses Wochenende los war? Gestern Abend bin ich von der Mitbewohnerin des Franzosen gefragt worden, ob ich die Nachrichten über Deutschland, beziehungsweise Bayern gesehen hätte. Leider habe ich das nicht, WENN hier mal was über andere Länder gebracht wird, seh's ich wieder net... Naja gut, auf jeden Fall meinte sie, dass es ziemlich heftig geschneit hat?! Ich hoffe mal, das Chaos, das jedes Jahr beim ersten Schneefall stattfindet, ist ausgeblieben und ihr konntet gemütlich den ersten Glühwein trinken.

Nachdem ich mich ja schon unter der Woche gemeldet habe und meine Probleme mit der Zeit geschildert habe, bleibt jetzt eigentlich auch nur noch das Wochenende übrig, über das ich aber doch noch etwas ausführlicher berichten will. Schon seit mehreren Wochen hab ich darüber nachgedacht, mal über ein Wochenende oder an einem Samstag oder wie auch immer raus aus der Stadt zu kommen, um etwas mehr vom Land Spanien zu sehen, als meine Wohnung, die Arbeit und Zaragoza, das ich jetzt so ziemlich ausgeschöpft habe. Während der Woche hab ich dann mal nachgeschaut bezüglich Busverbindungen Richtung Pyrinäen. Am Freitag Morgen stand dann der Beschluss fest, am Samstag früh aufzustehen und mit dem Bus nach Jaca oder Biescas zu fahren, zwei kleinere Städte im Norden Spaniens und damit in den Pyrinäen, sozusagen die letzte Hochburg vor Frankreich ;)
Es sollte dann etwas anders kommen. Am Freitag Abend kam dann mein Mitbewohner in mein Zimmer, der ausnahmsweise mal (ich glaube zum zweiten mal überhaupt) übers Wochenende in Zaragoza geblieben ist. Dem habe ich dann mein Vorhaben erzählt, anschließend hat er mich gefragt, warum wir nicht zusammen mit seinem Auto das machen wollen. Da das mit Auto natürlich praktischer ist und man nach belieben anhalten, losfahren und Pause machen kann, hab ich dann selbstverständlich zugesagt. Zu zweit ist es dann natürlich auch unterhaltsamer, auch wenn ich bisher noch nicht so wahnsinnig viel mit ihm anfangen konnte. Wir sind dann gegen halb 10 losgefahren, als erstes Richtung Pamplona, später weiter nach Norden. Bei einem wirklich schönen Ort namens "Sos del Rey Catolico", wo unter anderem das Geburtshaus Fernandos ist (wer mit dem Namen nichts anfangen kann und geschichtlich eher schwach ist: Fernando el Catolico und Isabel la Catolica haben im 15. Jahrhundert von Nordspanien aus, das Land von den arabischen Besatzern befreit). Das Dorf ist natürlich entsprechend hergerichtet, im Gegensatz zu anderen Dörfern, die wir gesehen haben... Weiter ging es dann nach "Roncal", gelegen in einem Tal Richtung Frankreich. Von dem ruhigen, verschlafenen Nest dort ging es dann zum krassen Gegenteil, "Jaca" die Stadt für die (reichen) spanischen Skifahrer (ja, in Spanien geht das auch!). Da es dann auch schon 16.00 Uhr war, sind wir dann über "Huesca", die nächste Stadt nördlich von Zaragoza zurückgefahren. Insgesamt war das ne Tour von 400 km durch Nordspaniens wirklich beeindruckende Landschaft. Hier angekommen sind wir dann um 18.00. Man muss sagen, dass man teilweise nicht glauben konnte, was man da gesehen hat. Dörfer, völlig "abgeschnitten" von der Zivilisation, Häuser, die besser als Ruinen bezeichnet werden könnten und bis 900 Jahre in die Vergangenheit reichende Kirchen, Burgen oder sonst was. Auch von der Natur her: wir sind an einem See vorbeigekommen, der auf http://maps.google.de/ wirklich nicht gerade klein aussieht (Embalse de Yesa) der nahezu augetrocknet da lag, da es hier seit Monaten nicht regnet, entsprechend ist natürlich alles trocken und braun, besonders trifft das natürlich die Landwirte hier. Trotz gemütlicher Autofahrt war ich dann am Abend natürlich doch müde, warum ich dann nur noch Fußball (Getafe 2 - Barca 0) und anschließend einen total kranken Film (Little Nicky) angeschaut habe.

Das Wochenende unterscheidet sich natürlich schon von den restlichen, aber das ist auch gut so. Da ich nicht mehr weiss, was ich noch schreiben soll, gibts einfach mehr Bilder als sonst. (die ersten zwei in Sos del Rey Catolico, 3 und 5 unterwegs, 4 in Jaca)

2 Kommentare:

el andenisto hat gesagt…

Buenas tardes,

also das Chaos ist ausgeblieben. Es hat zwar ein bißchen geschneit und ein paar Zentimeter Matsch hat's gegeben, doch Schneeräumen musste man in G. noch nicht! Nur geregnet hat es sehr viel.

Leider gab es auch noch keinen Glühwein. Doch um die Lebkuchen drücken wir uns schon herum.

Gibt es in Spanien auch Lebkuchen?

So ein Ausflug in die Pyrenäen ist doch ganz schön: endlich Einsamkeit pur, mit viel frischer Luft und keine lauten Discos mit Rauch und Cervesa...

Nun hatte ich gehofft, dass Konsi Gonzales die Bergschuhe auspackt und einen 2 oder 3000er hinaufsaust. Doch dann ist er mit dem Auto wieder zurückgefahren und ist am Abend müde gewesen...

Naja, Autofahren kann auch anstrengend sein. Ich erinnere mich an einen kleinen Buben, der im Auto immer geschlafen hat...

Auch ich bin ein bißchen müde, aber nicht vom Autofahren...

Hasta luego!

Konsi Gonzalez hat gesagt…

Leider hab ich bisher noch keine Lebkuchen gefunden. Ich muss mal eine umfangreiche Erkundungstour machen...

Ich hatte ja leider keine Bergschuhe aufgrund der vorgeschriebenen 20kg dabei, sonst wäre ich natürlich auf einen 3000er raufgeklettert, eh klar!