Sonntag, 9. Dezember 2007

Valencia, oh Valencia!

Einen schönen zweiten Advent zusammen

Wie ich ja bereits im letzten Blog angekündigt habe, war ich dieses verlängerte Wochenende wieder fleissig mit Reisen beschäftigt. Nach Madrid und Barcelona sollte nun die drittgrößte Stadt Spaniens mit einem Besuch von dem verschollenen Deutschen rechnen dürfen. Aufgrund der güstigen Lage von Zaragoza (ca. 300 km nach Madrid, Barcelona, Valencia und San Sebastian) hiess das Ziel diesmal Valencia, noch einmal im Jahr 2007 ans Meer und weiter in den Süden.

Am Donnerstag morgen um 10.00 ging unser Bus nach Valencia. Hier in Spanien ist nebenbei der Bus das verbreitete Reisemittel, günstiger und mehr Verbindungen als der Zug. Zwar bevorzuge ich normalerweise den Zug gegenüber dem Bus, aber man passt sich ja an. Nach ca. 4 Stunden sind wir dann auch angekommen. Die Ankunft in der Stadt wurde schon vorher durch den Duft von Orangen- und Mandarinenbäumen angekündigt, weiter im Süden wachsen die hier und hängen auch noch an den Bäumen! Sicher fragt ihr euch, wie eine Stadt (!!) mit dem Geruch von Zitrusfrüchten auf sich aufmerksam machen kann, aber dazu komm ich später noch. Bei blauem Himmel, strahlendem Sonnenschein, Windstille (!) und ca. 25 Grad sind wir dann angekommen und mussten sofort alle Jacken und Pullover von uns reissen, um nicht beim Brotzeit-machen in der Sonne einzugehen. nach dem Ablegen von unserem Gepäck, sind wir ins Zentrum, um einen ersten Blick von der Stadt zu bekommen. Valencia liegt an einem ausgetrockneten Fluß, auf der einen Seite etwas traurig zu sehen, dass Wasser nicht überall in solchen Massen vorhanden ist wie in Deutschland, auf der anderen Seite wurde das Flußbett entsprechend hergerichtet: durch die ganze Stadt erstreckt sich deshalb ein grüner "Fluß", sprich ein Park mit Fußball- und Spielplätzen, Wiesen und Bäumen.

Im Zentrum haben wir dann die wichtigsten Sehenswürdigkeiten angeschaut, Kathedrale, alte Mauern, Torbögen, Plätze, Stierkampfarenen, alte Bahnhöfe und Gemeindegebäude. Nach dem was ich gesehen habe, ist Valencia eine sehr grüne Stadt mit vielen kleinen Parks, grünen Inseln und aufwändig hergerichteten Plätzen. Am Plaza de la Reina, der Hauptplatz (?!) in Valencia, findet man Orangen- und Mandarinenbäume, so wie auch auf die ganze Stadt verteilt. Abends sind wir dann per Straßenbahn Richtung Meer, um in unser 5* Luxushotel einzuchecken. Nicht nur der einladende Name des Hotels ("La Barraca") sondern auch die Tatsache, dass einer der 2 Sterne an der Pforte weggekratzt wurde, machte uns etwas stutzig. Der Hammer war das Hotel nicht, aber relativ sauber und frisch renoviert. Für sich sprach auf jedenfall die Lage des Hotels, der Hinterausgang endet auf der Strandpromenade und vor dem Hotel liegt das Volksfest. Zudem ist der Hafen (gewohnheitsgemäß mit Diskotheken) ca. 10 Gehminuten entfernt. Im Sommer also durchaus als gediegenes Hotel für Abschluss- und Feierfahrten geeignet. Nach dem "beziehen" der Zimmer sind wir dann noch in ein Strandrestaurant Tapas-Essen und anschließend aufs Volksfest.

Am nächsten Tag um halb 11 sind wir dann mit ca. 9.438.230 anderen Menschen in das Museum für Wissenschaft gegangen. Das ganze liegt in dem ehemaligen Flußbett und stellt das must-see von Valencia dar. Von einem namhaften Architekten (dessen Name mir leider schon wieder entfallen ist) designt, findet man hier die verschiedenen Gebäude für das Museum der Kunst, der Wissenschaft, für noch etwas und für das Aquarium. Weitere Gebäude folgen noch. Nach langem Anstehen konnten wir dann endlich ins Museum, das dann auch gefallen konnte. Die unterschiedlichsten Bereiche (neue Materiale wie Carbonfaser und ihr Gebrauch, Mensch-Natur, physikalische Experimentierecken, Entstehung der Erde, Licht-Wind-Wasser-Töne, usw.) erklärten dem Besucher alles Wissenswerte. Da das Museum sozusagen der neuen Generation angehört, also eher kinderfreundlich mit vielen Knöpfen und Ausprobier-Sachen ist, geht das ganze nicht wahnsinnig ins Detail und dementsprechend schwierig ist es manchmal die kleinen Plagegeister (?!) auch mal zu verscheuchen, um selber mal Knöpfe drücken zu können. :) Das ganze hat dann auch recht lange gedauert und wir waren erst abends soweit durch. Danach waren wir noch eine (halbwegs) italienische Pizza essen und ein Bierchen am Hafen trinken.

Am Samstag folgte dann Teil 2: Das Aquarium. Das ganze war natürlich ähnlich wie das in Barcelona, trotzdem sehenswert und nicht so anstrengend wie das Museum. Entgegen dem Aquarium in Barcelona gab es auch andere Tiere als Fische (Robben, Seelöwen, Tiere, deren Namen ich nicht kenne, ...) und eine Delfinshow. Es war auch eher wie ein Tierpark angelegt, also unterschiedliche "Stationen" wie Ozean, Arktis usw. Haifische gab's natürlich auch. Unterm Strich hat mir das Aquarium etwas besser als das Museum gefallen, da nicht ganz so viele Besucher da waren und es auch etwas lockerer war. Danach noch Essen und zum Meer und an den Hafen, bevor es dann auch schon wieder um 21.00 zum Busbahnhof ging. Um 1.00 nachts kamen wir dann wieder in Zaragoza an.

Resumee: Die Stadt punktet durch Mittelmeer-feeling, Orangenbäume, sehenswertem Zentrum, vielen Parks, dem wirklich interessanten Museum und Aquarium und durch vieles mehr. Leider hab ich nicht allzuviel von der Stadt gesehen, da 2 Tage für Museum und Aquarium gebraucht wurden, aber beim nächsten Besuch muss ich da ja nicht mehr hin. Das Museum für Kunst interessiert mich sowieso net, also bleibt mehr Zeit für den Rest. ;)


Abschließend noch einen Haufen Bilder:
1. Plaza Reina, 2. Museum der Wissenschaft 3. Museum für Kunst 4. Museum bei Nacht 5. Fische 6. Meer 7. Hafen

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